Kaminöfen verbreiten Wärme und Behaglichkeit und somit ist seit Jahrhunderten der Kamin die Seele eines Hauses. Schon immer hat das Feuer in der Menschheitsgeschichte eine große Rolle gespielt. Ein lodernder Kamin hat immer etwas Heimeliges. Erfüllen auch sie sich den Wunsch nach diesem kleinen Luxus der behaglichen Wärme und wohltuenden Gemütlichkeit. Finden Sie Ruhe und Entspannung beim Betrachten des Flammenspiels und wenn Sie dem Knistern des Feuers lauschen.

Die Brennstoff-Wahl ist eng mit der Nutzungsart verbunden.

Holz: Wenn die Heizungsanlage für dauerhaften Abbrand in behaglicher Atmosphäre sorgen soll und Sie Zugriff auf gutes Brennholz haben, dann sollten Sie auch eine Anlage für Holzbrand wählen.

Pellet: Ist Ihnen die Lagerung, Transport und das Nachlagen der Scheithölzer zu beschwerlich, so können Sie auf Pelletöfen zurückgreifen.

kW-Stärke: Die Nennwärmeleistung gibt die Wärmeleistung eines Kaminofens an. Die tatsächliche Wärmeleistung hängt aber von der individuell gewählten Holzauflage durch den Benutzer ab. Für ein angenehmes Raumklima ist die Raumgröße von entscheidender Bedeutung. Wählen Sie ein Gerät mit zu niedriger Leistung bekommen Sie ihren Raum nicht ausreichend warm und bei zu starker Leistung werden Sie die Luft schnell als überhitzt empfinden. Bei Speicheröfen – egal ob Wasser-oder Natursteinspeicher – wird der Speicher beim Anfeuern viel Energie aufnehmen. Bei diesen Geräten kann ein etwas höherer kW-Wert angesetzt werden.

Primär- und Sekundärluft

Jeder Ofen hat zwei Zuführungswege für die Verbrennungsluft zur Brennkammer

  • Primärluft (Unterluft), diese ist in der Anheizphase wichtig, es ist die Luft die im unteren Bereich des Feuerraumes zugeführt wird.
  • Sekundärluft (Oberluft) ist die Luft, die dem oberen Bereich des Feuerraumes zugeführt wird, durch die Sekundärluft kommt es zur „Scheibenspülung“.

Aufstellungshinweise:

Für die Aufstellung Ihres Ofens sind die allgemeinen Aufstellungshinweise zu beachten – wie Mindestabstände zu brennbaren Wänden und die Aufstellung auf brennbarem Untergrund.

Sie benötigen einen Zugang zu einem Schornstein, der von Ihrem Schornsteinfeger als zulässig abgenommen werden muss und die technischen Voraussetzungen für den Ofen erfüllt.

Für Passivhäuser gelten oft besondere Regeln, sprechen Sie Ihren Passivhaushersteller auf die Vorgaben an und lassen Sie sich von Ihrem Fachmann vor Ort beraten.

Schornsteinbeschaffenheit:

Jeder Schornstein ist anders und ist abhängig vom Standort und sogar vom Wetter. Ein Schornstein erzeugt durch die aufsteigende warme Luft einen Unterdruck im Brennraum, der für die Zuführung der Verbrennungsluft  notwendig ist. Nur wenn der Schornstein und die Verbrennungsanlage optimal aufeinander abgestimmt sind erzielen Sie einen guten Abbrand. Sprechen Sie Ihren Schornsteinfeger für eine individuelle Beratung an.

Brennholz:

Besonders wichtig ist die Trockenheit des Brennholzes, die maximale Restfeuchte von 20%  sollte nicht überschritten werden. Nur so erhalten Sie einen sauberen Abbrand mit hoher Energieausbeute.

Für die Befeuerung eines Kaminofens sind naturbelassene Holzsorten am besten geeignet. Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Birke haben einen hohen Energiewert und sind daher gut für die Verbrennung in Kaminanlagen geeignet. Sie verbrennen konstanter und erzeugen weniger Verbrennungsgeräusche als Nadelhölzer.

Wirkungsgrad:

ist ein Maß für die Effizienz von Energieumwandlungen und Energieübertragungen. Er beschreibt somit den Umsatz der eingebrachten Energie durch den Brennstoff in nutzbare Wärme-Energie. Einfach gesagt: Je höher der Wirkungsgrad, desto mehr Wärme kommt bei Ihnen an.

Scheibenspülung:

Die während des Verbrennungsvorgangs in einer Feuerungsanlage entstehenden Verbrennungsrückstände können sich auch an der Sichtscheibe absetzen. Um dies zu vermeiden konstruierte man die sogenannte Scheibenspülung. Damit die Scheiben weitgehend rußfrei bleibt wird die Sekundärluft an der Innenseite der Scheibe entlang geführt und erzeugt dort einen permanenten Luftstrom, der die Scheibe sauber hält.

Strahlungs- und Konvektionswärme:

  • Die Strahlungswärme ist Wärme in Form von unsichtbarem Licht. Sie spüren Sie direkt auf Ihrem Körper sobald Sie an den Ofen herantreten. An der Glasscheiben strahlt diese Wärme direkt durch das Glas, auch die Sonnenstrahlen erzeugen Strahlungswärme.
  • Die Konvektionswärme sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung der Raumluft. Die Konvektionswärme entsteht durch eine permanente Umwälzung der Raumluft. Kühlere Luft wird von unten an den Ofen herangeführt und an der Brennkammer vorbeigeführt. Die sich dabei erwärmende Luft tritt an der Oberseite der Anlage wieder aus und erwärmt den Umgebungsraum.
  • Die meisten Kaminöfen haben eine Kombination von Strahlungs- und Konvektionswärme.

Aschebett:

Sie können am Boden der Verbrennungskammer ruhig eine 2-3 cm hohe Ascheschicht lassen. Die Asche wirkt als Isolation des Rosts, ähnlich wie die Schamotteplatten an den Ofenseiten. Das erlaubt, die Verbrennungstemperatur zu erhöhen, die zur besseren Verbrennung beiträgt. Die Asche schützt den Rost zusätzlich gegen heiße Kohle. Der Aschekasten ist jedoch regelmäßig zu entleeren, so dass der Rost nicht in heißer Asche liegt und kaputt geht.